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Stadt am Fluß

Die Stadt am Fluss ist Landsberg am Lech. Landschaftlich endet hier von den Alpen her allmählich das hügelige Jungmoränenland der Eiszeit. Nach der Römerzeit war am Lech unter dem Gegendruck der Bajuwaren die Ausdehnung der Alemannen nach Osten verebbt, doch ist in den Gebieten hin zum Ammersee, dem Lechrain, immer noch sprachlich der schwäbisch-alemannische Einfluss in einem eigenartigen Mischdialekt spürbar. Vornehmlich am Lech entlang verlief bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 die westliche Staatsgrenze Bayerns. Landsberg wurde als Grenzstadt befestigt und war von einer herzoglichen Burg gekrönt. Wegen seiner Stadtummauerung mit vielen Türmen und Toren nennt man Landsberg auch das südbayerische Rothenburg.

Dieser Gedichtband wirft nur Schlaglichter auf die Stadt und ihr Umland und steht stellvertretend für das Werden und Sein vieler Städte an einem Fluss. Abschnitte wie „Menschen“ und „Dunkle Zeiten“ behandeln die schmerzliche Zeitspanne um den Zweiten Weltkrieg. Zu einigen Gedichten gibt es ergänzende Anmerkungen für Ortsunkundige am Buchende.

Die Bilder entstammen in memoriam der Feder des langjährigen Landsberger Landrates Bernhard Müller-Hahl und sind mit Erlaubnis des Landratsamtes Landsberg vom 18.2.1999 dem Landsberger Kreisheimatbuch entnommen.