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Ta-taaa, ta-taaa, ta-taaa!


„Büttenreden“ hatte sich Moderatorin Martje Herzog für den Leseabend gewünscht. Und sie war es auch, die dafür sorgte, dass eine „Bütt“ vor Ort war. Kein leichtes Unterfangen, denn welcher Bauer hat daheim noch ein echtes Holzfass. Schließlich stand doch eins mitten im Café FilmBühne und lud die Lesenden ein, dahinter oder – für ganz Mutige – darauf ihren Platz zu behaupten.

Und was die Autoren aus dem Landsberger Raum nicht alles von sich gaben! Teils in Versen, teils auch in freier Rede hielten sie in oder auf der schwarzen Bütte der Gesellschaft den Spiegel vor. Ihre Themen waren breit gefächert: die frühere Kommunalpolitik in Landsberg (Franz-Xaver Rößle), von Kritik an Schulmedizin bis zu Lob für Naturheilkunde (Klaus Wuchner), von künstlicher Intelligenz (Thomas Glatz), fränkischem Dialekt (Michaela Schmitt) und Berliner Einlagen (Barbara Koopmann) sowie einem Afrikaans-Bairischen Streit bei der Flugabfertigung (Fred Fraas).

Doch es hagelte auch Kritik am Autorenkreis (Claire Guinin), der Fasching 2020 wurde angesprochen (Hannelore Warreyn) und unter die Gürtellinie Gerutschtes (Corinne Haberl). Ein fantasievoller Geschichtenschreiber überraschte mit mehreren Limericks (Boris Schneider), Schornsteinfeger reihten sich an Nadelstreifen- und Zylinderträger (Monika Hrastnik) und die Moderatorin skizzierte den Irrgarten Supermarkt.

Ihr Debüt im Autorenkreis gaben damit Alt-OB Franz-Xaver Rößle und eine weitere Gastleserin. Klaus Wuchner sorgte für die musikalische Begleitung, die sich in der Überschrift dieses Berichtes wiederfindet. Und die fantasievollen Masken taten ein Übriges, um die Stimmung anzuheben. So fiel es kaum auf, dass die Landsberger Influenza-Welle bereits einige Autoren an ihr Zuhause gefesselt hatte. Humor ist ja bekanntlich die beste Medizin. Möge er uns allen über die derzeit schwierigen Zeiten helfen!

Martje Herzog