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Acht Autoren im Lechpark

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Der Wildpark in der Pössinger Au ist ein Kleinod unter den Erholungsgebieten der Lechstadt. Er hat neben heimischer Tierwelt, die man hier hautnah erleben kann, noch deutlich mehr zu bieten. So locken zum Beispiel eine Natur-Kneippanlage und ein Wasserspielplatz die Besucher an heißen Tagen, und manch verstohlenes Eckchen lädt den Wanderer zum Verweilen ein.

Wen wundert es da, dass es auch den Landsberger Autorenkreis seit nunmehr sechs Jahren immer im August in den Lechpark zieht. „Literatur und Natur“, heißt die Aktion, die am zweiten Sonntag im August, unterstützt vom städtischen Forstamt, stattfand. Bei schwülem, aber trockenem Wetter hatten sich dieses Jahr insgesamt acht Autoren an ihren Leseorten eingefunden. Zwischen 15 und 17 Uhr wurden dort den Besuchern immer zur vollen beziehungsweise zur halben Stunde eigene Texte vorgetragen.

Hütte am Biberaltwasser

In diesem Jahr waren alle Leseorte durchgehend gut besucht. Besonders freut es die Autoren, dass es treue Zuhörer gibt, die regelmäßig seit mehreren Jahren die Veranstaltung besuchen. Dies zeigt, dass sich „Literatur und Natur“ mittlerweile als fester Bestandteil im Kulturleben von Landsberg etabliert hat. Geboten wurde eine breite Palette heimischer Literatur. Von tiefgründigen Gedichten über humorvolle Erzählungen bis hin zu Romanauszügen fuhr der Autorenkreis alles auf, was die eigene Schreibfeder hergegeben hatte. Mit Hannelore Warreyn war dieses Jahr sogar eine echte Märchenerzählerin dabei, die ihrem Handwerk nachging. Die Besetzung aus „alten Hasen“, wie Renate Exsz, Helmut Glatz und Boris Schneider, die bislang jedes Jahr dabei waren, etwas erfahreneren Teilnehmern, wie Heidi Glatz und Klaus Köhler, und Neulingen im Grünen, wie Monika Hrastnik und Günter Bohn, die zum ersten Mal im Lechpark lasen, sorgte für eine gute Mischung aus bekannten und neuen Stimmen.

Am alten Pumphaus

Auch die Leseorte waren den treuen Zuhörern mittlerweile gut bekannt und werden vermutlich auch in den kommenden Jahren beibehalten werden. Dr. Gaudlitz vom städtischen Forstamt hatte wieder Bänke am Pavillon bei der Kneippanlage, in der Hütte am Biberaltwasser, bei der Wildfütterung und nahe dem alten Pumphaus bereitgestellt. Auf Anregung erwägt der Autorenkreis jedoch, im kommenden Jahr erstmals einen eigenen Leseort nur für Kindergeschichten zu eröffnen, um die am Sonntag zahlreich anwesenden Familien mehr anzusprechen. Es sieht damit ganz danach aus, dass sich der Interessierte auch 2016 wieder mit heimischer Literatur in der Natur wird unterhalten lassen können.

Boris Schneider