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",Hier spricht das Leben


Widerstand ist zwecklos!‘, lautet der erste (unausgesprochene) Befehl des Lebens, den wir so auch zu spüren bekommen, wenn uns die Hebamme ihren Klaps auf den Po verabreicht, um unser Schreivermögen zu testen.“ Mit diesem Aufruf hatte Fred Fraas zu einem Lese- und Hörvergnügen mit dem Landsberger Autorenkreis ins Café FilmBühne in Landsberg eingeladen. Diese Anregung weit gefasst, wurde daraufhin von Autoren und lesefreudigen Gästen ihre Sicht des Mit-dem-Leben-leben-Könnens vorgetragen. Die Abfolge wurde aus dem Hut gezogen, und genauso überraschend waren die Beiträge: von jauchzend bis tiefsinnig.

Freundinnen und Freunde des Selbstverfassten lasen ihre Gedankengänge. In der Reihenfolge des Abends waren das Helmut Glatz, dem seine Finger zehn Welten zum Leben und Erleben bieten, und Marianne Porsche-Rohrer mit immer wieder lebenswichtigen Versen, hier von Spitzwegerich, Kneipp-Sandalen und Karotinhaltigem bei Tante Trude. Claire Guinin verblüffte mit dem mechanischen Schlossleben bei Graf Schreibenstein und Carmen Kraus brachte uralte Lebensweisheiten als Märchen vor, in dem Kopf und Hände mutig zur Ruhe finden.

Klaus Wuchner gab Anweisung, vor jeder Entscheidung erst einmal, nein besser zweimal nachzurechnen, oder so ähnlich. Dieter Vogel ließ gedankliche Zustände vom Wind in die jeweils richtige Richtung blasen, und Max Dietz trug „ein paar Geschichten aus dem Leben, die noch nie gelesen wurden“ ausnahmsweise für uns vor. Dagmar Grünbichler lüftete die intensive, aber kurzlebige Identität des Zwergenkönigs Benedikt, und Gerwin Degmairs Affentrilogie kam in einer Welt voller Affen affenstark an.
Lore Kienzl ließ manchen, der sich auf den Weg machte, mal abtauchen und hieß ihn weltverloren weiterleben. So ging es uns einen Abend lang lebendig wohl! Als Moderator fungierte Fred Fraas, der die Lesung anfangs und zu Ende mit der Interpretation seiner Sicht auf das Leben abrundete.

Grüß Gott, sagt Fred.