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Feine Happen blitzschnell serviert


Durchweg nicht schreibfaul, kam der Landsberger Autorenkreis wieder im schmucken Café FilmBühne in Landsberg zusammen, diesmal einer geneigten Zuhörerschaft Gedankenschmankerl zum Thema „Überraschungen des Lebens“ vorsetzend. Die Reihenfolge der feinen Happen wurde von Moderator Fred Fraas in der bewährten Form des Füllhorns, also dem Zufall, überlassen. Und so servierten die Meisterköchinnen und -köche ihren Ohrenschmaus wohlportioniert gerollt und gelegt, auf Heiß und Kalt.

Zuzugreifen war unter anderem auf
die „Bärentraubenblätter“ aus der „Dampfbadterrine“ von Marianne Porsche-Rohrer,
das „Zwetschgenmosersche Interview“ von Helmut Glatz,
die „Vorahnung“ von Renate Exsz zu einer wohl oder übel herannahenden Evolution, die im Wandel der Zeit höchstwahrscheinlich dunkelhäutige Europäer erschaffen würde – ob durch Sonneinstrahlung oder Genveränderung, ist noch ungeklärt,
dazu Inifrau von Rechenbergs vielsagendes „Das Gericht“
sowie eine „Unbekannte Begegnung“ von Monika Sadegor,
ein von Joachim Giebelhausen serviertes skurriles Geschehen in einem Linienflugzeug, das der Pilot meisterhaft beherrschte, und ebenso vielsagende Destillate seiner Lebensgeschichte und dann
den nachdenklichen Benno von Rechenberg mit einem Übergang vom Blau ins Zwischengrau,
worauf Klaus Wuchner aus dem Effeff etwas „Kussechtes“ beisteuert,
den Seufzer „Ja mei“ von Heidenore Glatz und ihren Einblick in den „Lebenstanz“,
das „Ungeplante Glück“ von Carmen Kraus,
und nicht zuletzt Max Dietz, der in einer vielsagenden (möglicherweise selbst erlebten) Vergangenheit die „68er Revolte“ und „Sonntagspflichten“ aufköcheln ließ.

Moderator Fred Fraas’ rekapitulierende Verse über die konsumierten Überraschungen mahnten letztlich:

„So bleibt jetzt nicht zu ruhig sitzen,
ihr Freunde, schaut ganz weit voraus:
Vielleicht seht ihr an fernen Blitzen,
was euch einst trifft – im eignen Haus!“

Fred Fraas