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Neue Kulisse für den Landsberger Autorenkreis:

Lyrik- und Prosavielfalt im Café FilmBühne


Als Premiere wählten die Landsberger Autoren das Café FilmBühne, um ihre vielfältigen Ideen, Wünsche und Fantasien in wortreichen und kunstvollen Werken zu präsentieren. Aus gegebenem Anlass und auf Anregung der Moderatorin wurde die Lesung dem jüngst verstorbenen Autorenkollegen Günter Bohn gewidmet. Angelika Müller eröffnete den Abend gleich mit eigenen Gedanken und Gefühlen zu denen, „die gingen ...“, also ihre eigene neue „Bühne“ fanden. Lore Kienzl und Max Dietz folgten ihr auf liebevolle Weise: mit Worten des Erinnerns und mit Gedichten von Günter Bohn als Hommage an seine Kreativität und vielseitige Schaffenskraft.

Die einzigartige, abenteuerumrankte Atmosphäre des Cafés FilmBühne verlieh den anschließenden Beiträgen der zahlreich erschienenen Autoren einen würdigen, künstlerischen Rahmen, der Raum bot für die Betrachtung aller Lebenslagen.

Franz Oberhofer entführte in eine surreale Welt, und Lore Kienzl bescherte uns Gedanken über den langen Schlaf. Heinz Otto Singer schilderte ein Gerücht von der Aura des Wissens und dem Zauber der Ungewissheit und künstlichen Gebilden. Carmen Kraus überraschte mit spontanen Ergebnissen aus einem kreativen Werkstattgespräch.

Den grünen Januar und Vorsätze zum Jahresbeginn brachte Heidi Glatz zu Gehör, und Max Dietz fesselte mit spannenden und fantastischen Dialogen zwischen Existentem und nur scheinbar Unexistentem. Fred Fraas versicherte, dass Nashörner unter bestimmten Umständen auch fliegen können, während Monika Hrastnik die Zuhörer an einer stimmungsvollen Woche teilhaben ließ. Hannelore Warreyn überzeugte, dass Brückenschlagen zu zwischenmenschlicher Harmonie führt.

Zum Abschied gab es ein „Meer der Wünsche“ mit auf den verschneiten Heimweg und – wie es einer Bühne für alle Themen entspricht – die Vorschau auf die Faschingslesung am 29. Januar im Restaurant „Il Lago di Garda“. In geselliger Runde ließ eine kleine Gruppe von Autoren den ersten Leseabend in neuer Kulisse ausklingen.

Hannelore Warreyn und Angelika Müller