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„Stadtgeflüster“ im Autorenkreis



Moderator Roland Greißl begrüßte die „Flüstergäste“ und gab zur Einstimmung auf das Thema gleich sein windlastiges „Fuchstaler Markt-Geflüster“ preis.

Klaus Wuchner eröffnete den Reigen der Beiträge mit seiner Sicht auf das derzeitige politische Geschehen in Landsberg, wobei er die Fusion von „Kreuzblocker“ und „Weberknecht“ hervorhob. Fred Fraas las ein Loblied auf Landsbergs Vergangenheit, das er Erinnerungen eines Vorfahren verdankte.

Thomas Glatz entführte die Zuhörer nach „Klosterlurchfeld“ und ließ sie dort einen Faschingsumzug erleben. Waltraud Niedoba erzählte einen Krimi, bei dessen Lösung Vater Lechmit magischen Kräften nachhalf. Roland Greißl befasste sich mit der finanziellen Situation Landsbergs und träumte von neuen Kulturstätten auf dem Poettinger-Gelände, in denen auch der Autorenkreis eine feste Heimat finden könnte.

Helmut Glatz ließ sein bekanntes Duo Knacke und Beisel über eine markante Neugestaltung Landsbergs sinnieren. Doris Giebelhausen hörte den Salzstadeln zu, wie sie über alte Zeiten tuschelten. Monika Hrastnik entführte die Zuhörer wortgewaltig und bilderreich ins verruchte St. Pauli.

Joachim Giebelhausen kehrte wieder nach Landsberg zurück und ließ dort das höchste Gebäude der Welt von oben nach unten errichten, eine Krönung seiner „Nonsens-Werke“. Renate Exsz blickte im Anschluss daran gedankentief hinter die Mauern der Lechstadt. Max Dietz ließ seinen literarischen Max die Stadt mit dem falschen Plan der Stadt Wasserburg erkunden, was ihm mit GPS wohl kaum passiert wäre.

Franz Oberhofer beschrieb seine Eindrücke von Berlin in vielfältigen Facetten und in bildhaft-allegorischer Manier, was Thomas Glatz spontan zu einem Zahnarztbesuch in Berlin überleiten ließ. Helmut Glatz ließ zum Abschluss eine Hymne auf Landsberg hören,das für ihn trotz seines Verkehrsreichtums eine durch und durch liebenswerte Stadt bleibt. So bot der Abend den Zuhörern ein sehr kontrastreiches „Stadtgeflüster“.

Monika Hrastnik