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Was wäre eine Stadt ohne Künstler ?

Zu allen Zeiten prägen Künstler maßgeblich das Flair einer Stadt. In Landsberg war einer von ihnen Sir Hubert von Herkomer – Maler, Grafiker, Musiker, Architekt (1849-1914 ). Nach einem bewegten Leben in Amerika und England kehrte er in seine Heimat zurück. Hier baute er sein Wohnhaus, das heutige Herkomer-Museum, und zum Andenken an seine Mutter den romantischen Mutterturm. Nun müssen diese Gebäude dringend renoviert werden, erläuterte Museumsleiterin Sonia Fischer und stellte dazu das Sanierungskonzept vor.

Perfekt organisiert und moderiert von der Fuchstaler Künstlerin und Autorin Lore Kienzl lasen anschließend zwölf Autoren, vorwiegend aus dem Landsberger, Schongauer, Buchloer und Ammerseeraum, Prosa und Gedichte, Ernstes und Heiteres (Günter Bohn, Max Dietz, Renate Exsz, Friedrich Fraas, Thomas Glatz, Roland Greißl, Heidi Kjaer, Lore Kienzl, Klaus Köhler, Carmen Kraus, Marianne Porsche-Rohrer, Boris Schneider).

Begleitet wurden sie aufs Beste von der Gruppe Harpa Santuri. Ihre poetische, temperamentvolle Musik, auf selbstgebauten Saiteninstrumenten gespielt, entführte die circa vierzig Zuhörer in vergangene Jahrhunderte. Trotz des kühlen und regnerischen Wetters genossen alle Gäste eineinhalb Stunden literarisch abwechslungsreiche Unterhaltung. Unter ihnen befanden sich neben dem ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Landsberg am Lech, F. X. Rößle, auch die Leiterin des Kulturbüros der Stadt, Claudia Raeder, und die Leiterin von „Stadtgrün“, Pia Becker.

Der Landsberger Autorenkreis freut sich, den Erlös dieser Benefizlesung von 250 Euro für die Sanierung des Herkomer-Anwesens zur Verfügung stellen zu können.

Lore Kienzl und Roland Greißl