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Als Juan Molina Céspedes zusammen mit seiner Frau Ute zu uns kam, merkten wir bald, dass da einer war, der tiefer dachte als viele andere. Einer, dessen „Seele blutete“, der mehr litt an der Not und dem Unrecht in dieser Welt. Er hatte sein Leben in den Ring geworfen: Er ist Kampfgefährte Che Guevaras gewesen, hatte sich in der damaligen Sowjetunion und in der DDR aufgehalten und war selbst Opfer der Stasi geworden. Schließlich landete er, bereits krank, desillusioniert und enttäuscht, im kleinen Landsberg am Lech beim Autorenkreis.
Da saßen wir nun und lauschten seinen anrührenden, aufrüttelnden Geschichten, die meist vom Leben und Leid der armen Indios in Südamerika handelten. Im Frühjahr 2011 fand sein Lebensweg ein jähes Ende.

Leseprobe

Über dieses aufregende Leben kann man Nachlese halten in seinem autobiographisch gefärbten Buch: Juan Molina Céspedes, Auf der Suche nach dem ersehnten Hafen. Übersetzung aus dem Spanischen: Ute Molina Céspedes. BoD Norderstedt 2007. 346 Seiten. (Taschenbuch) ISBN 978-3-8334-9203-7